Geovisuelle Kommunikation

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Was ist damit gemeint?

Als ‚Geovisuelle Kommunikation‘ wird die Übermittlung von Informationen durch Karten und Pläne bezeichnet, um Aussagen zu Raumbezügen informativer und verständlicher darzustellen.Karten_Beispiele_localplan

Warum Karten?

Über die bildhafte Darstellung einer Karte werden die Raumbezüge deutlich besser wahrgenommen. Auch gehen die meisten Menschen intuitiv mit Karten und Plänen um, da Ihnen der Umgang bereits vertraut ist. So werden die zu vermittelnden Inhalte nach dem Prinzip: “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte” leichter verständlich und bleiben eher in Erinnerung.

Raumbezogene Informationen und Zusammenhänge z.B. Standorte, Entfernungen, Verteilungen, Nachbarschaften oder Abgrenzungen können zwar auch ausschließlich mit Texten beschrieben oder tabellarisch mit Statistiken abgebildet werden, allerdings ist die Darstellung dieser Geoinformationen in Karten für die Vermittlung der Aussagen weitaus effektiver. Denn zum einen werden für die richtige Interpretation von Raumbezügen im Text oder in Tabellen sehr gute Ortskenntnisse benötigt, was vom Betrachter nicht immer vorausgesetzt werden kann. Zum anderen sind bildhafte Informationen für das menschliche Gehirn leichter zu verarbeiten, was insbesondere für komplexe räumliche Zusammenhänge gilt.

Die Darstellung von Statistiken, um Unterschiede zwischen Raumeinheiten wie Bundesländern, Landkreisen, Stadtteilen, Bezirken, Baublöcken oder Straßenabschnitten zu visualisieren, wird mit einer Karte deutlicher und einprägsamer. Beim Blick auf eine Karte können eher räumliche Muster einer bestimmten Verteilung erkannt werden, und ermöglichen dem Betrachter – die räumliche Betroffenheit vorausgesetzt – diese Informationen leichter mit eigenen Erfahrungen zu verbinden.

Drei Beispiele

[1] Lebenserwartung in den Bremer Stadtteilen. Darstellung von Zahlen aus dem Bremer Armuts- und Reichtumsbericht aus dem Jahr 2015. Armutsbericht

 

[2] Entwicklung der Quotenerfüllung durch die Bundesländer bei der Verteilung von unbegleiteten minderjährigen und jungen volljährigen Flüchtlingen. Quelle: BumF – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.Bumf

 

[3] Informationen und Inhalte des Projekts ‚Das Bremer Bündnis für Wohnen – Wohnbauflächen 40+‘ werden im Portal auf verschiedenen Ebenen im Detail präsentiert. Durch die Bündelung der Informationen auf einer Karte wird die Verteilung im Stadtgebiet übersichtlich dargestellt. Quelle: http://www.wohnbauflaechen30plus.de/

Wohnungsbau30++

 

Einsatzbereiche

Klassische Bereiche für den Einsatz der Geovisualisierung zur Unterstützung der Kommunikation sind im Datenjournalismus, Storytelling, Marktforschung, Bürgerbeteiligung, Geomarketing, Vertrieb oder im Raum-Monitoring.

Fazit

Ergänzend zu Tabellen und Texten sind Karten das perfekte Medium, um räumliche Zusammenhänge zu visualisieren und Inhalte zu vermitteln. Durch den Einsatz von Karten werden Präsentationen, Ausstellungen, Artikel, Berichte, Pressemitteilungen und Dokumentationen informativer und strategische Planungen sowie Entscheidungen transparenter.